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Work and Travel – Ein paar Tipps für den Start


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Bevor ich mein Work and Travel Abenteuer startete, wollte ich gut vorbereitet sein. Wobei ich manche Sachen, wie z.B. die Reiseroute, nicht weit im Voraus geplant habe.
Da mein Bruder mit mir mitkommen wollte und erst noch sein Abi machen musste, hatten wir noch ca. ein dreiviertel Jahr Zeit. Also mehr als genug Zeit um in Ruhe Flüge zu vergleichen, eine Versicherung zu suchen oder sonstige Backpacker-Anschaffungen zu besorgen (Rucksack, Wanderschuhe usw.). Ich habe auch überlegt, ob ich mir Hilfe von einer Agentur hole. Die helfen einem bei den Vorbereitungen und auch wenn man dann im Ausland ist und ein Bankkonto, Steuernummer, Job usw. braucht. Im Endeffekt wollte ich das Geld dann aber doch lieber sparen und es selbst versuchen. Man kriegt eigentlich auch alles alleine geregelt. Es dauert vielleicht manchmal nur etwas länger. 😀 Aber man kann ja auch vor Ort überall fragen und bekommt Hilfe.
Bereitet euch auf jeden Fall schon rechtzeitig vor. Mein Bruder wollte sich zum Beispiel erst ein paar Wochen vor dem Start eine Kreditkarte besorgen und dann gab es Probleme und die kam doch nicht mehr vorher an. Wenn man Flüge und Hostels früh bucht, kann man auch gut sparen, also lohnt es sich schon vorher ein bisschen zu planen.
Als Kreditkarte kann ich ürbigens die von der DKB empfehlen. Keine Gebühren beim Geld abheben oder Kontoführungsgebühren.

Die ersten beiden Wochen in Auckland fand ich ehrlich gesagt etwas stressig und nervig. Das Wetter war regnerisch. Im Hostel konnte ich schlecht schlafen, weil es mega kalt war und in einem 12-Bett-Zimmer immer irgendwer Lärm macht oder schnarcht. Dann hatten wir Probleme einen Bankaccount zu eröffnen, weil wir erst einen Termin vereinbaren mussten und in der Großstadt kriegt man natürlich nicht sofort einen Termin (es sei denn man hat sich doch ne Agentur zur Unterstützung geholt). Einen Job haben wir auch nicht gefunden. Und mit der Autosuche war es auch etwas problematisch…

Also als ersten Tipp, würde ich euch raten, vorab schon bei wwoof oder helpx anzumelden und nach einem Platz zu suchen, wo ihr kurz nach eurem Start im Ausland arbeiten und wohnen könnt. (Falls ihr davon noch nicht gehört habt, bei solchen Jobs arbeitet man gegen Kost und Logis für ein paar Stunden am Tag bei einer einheimischen Familie.) Die Einheimischen können euch dann bei den Startproblemen helfen. Wir haben nach 2 Wochen in Auckland unseren ersten Wwoofing Job bei einer Familie mit einem großen Gewächshaus begonnen. Zu dem Zeitpunkt hatten wir zwar schon Bankaccount, Steuernummer und sogar schon fast ein Auto, aber im Nachhinein hätte ich gern schon früher dort angefangen. Bei der Familie haben auch andere Wwoofer gearbeitet und denen wurde dann bei dem ganzen nervigen Kram geholfen. Wenn man etwas außerhalb von Auckland ist, muss man auch nicht mehr eine Woche warten, bis man einen Termin bei der Bank bekommt. Die Einheimischen wissen auch eher, wo man gute oder günstige gebrauchte Autos bekommt. Ich finde Wwofing ist ideal, um die Einheimischen kennenzulernen, sich einzugewöhnen oder die Sprache zu lernen. Nebenbei hat man noch Zeit die Gegend zu erkunden oder nach einem bezahlten Job zu suchen. Außerdem spart man natürlich ungemein, da man eigentlich keine Ausgaben hat. Man kann natürlich auch an Familien geraten, mit denen man nicht klar kommt, deshalb sollte man sich vorher gut informieren, ob man mit der Arbeit und Lebensweise klar kommt. Viele Familien haben begrenztes Internet oder sind abgelegen von größeren Städten. Wenn man dann kein eigenes Auto hat, kann man in seiner Freizeit vielleicht nicht viel unternehmen. Und man kann natürlich auch an Leute geraten, die einen eher ausnutzen oder wo man eine schlechter Unterkunft hat. Wir haben von anderen Backpackern gehört, dass sie Kakerlaken in ihrem Zimmer hatten und dann doch lieber im Auto geschlafen haben. Oder bei einer Familie gab es für die Wwoofer kaum was zu essen. Aber die meisten Familien sind echt nett und hilfsbereit.

Mein nächster Tipp: Besorgt euch ein Auto! Am besten eins, in dem ihr schlafen könnt, dann spart ihr noch Unterkunftskosten. Aber man ist damit auch viel unabhängiger. Natürlich hängt das auch davon ab, was für ein Typ ihr seid. Manche schlafen lieber in Hostels und reisen mit dem Bus oder trampen. Mein Cousin war auch in Neuseeland und ist nur gelaufen oder getrampt und hatte immer seinen großen Rucksack und ein gutes Zelt mit. Ich war ganz froh, dass ich meinen schweren Rucksack nicht so viel schleppen musste.
Angebote zu Autos findet man am besten im Internet, in Facebook-Gruppen speziell für Backpacker oder in Hostels an schwarzen Brettern.
Wir kamen allerdings zum schlechtesten Zeitpunkt in Auckland an, um ein Auto zu kaufen. Im September und Oktober kommen viele Backpacker in Auckland an, aber wenige reisen zu der Zeit ab oder wollen ihr Auto verkaufen. Ich hätte mir auch gewünscht, ich hätte ein bisschen mehr Ahnung von Autos gehabt. Die meisten wollen ihr Auto natürlich für einen Preis verkaufen, den es gar nicht mehr Wert ist. Die meisten Backpackerautos sind ja auch schon mega alt. Unser erstes Auto war von 1996. Es hatte noch kein Bett drin. Das hat mein Bruder später reingebaut, während wir bei einer Wwoofing-Familie waren. Wir mussten zwischendurch mal ein paar Reparaturen machen lassen für den neuseeländischen TÜV (WoF). Beim zweiten TÜV wären die Reparaturen aber zu hoch gewesen und wir haben uns entschieden es an einen Schrotthändler zu verkaufen und ein anderes Auto günstig zu kaufen. Zu dem Zeitpunkt waren wir nämlich gerade in Christchurch auf der Südinsel zu einer Zeit, wo viele gerade abreisen. Denn das nächste Problem vieler Backpacker: Viele reisen von Christchurch ab, zu einer Zeit wo wenig neue Backpacker ankommen. Zumal die meisten Backpacker wahrscheinlich auch auf der Nordinsel starten. So konnten wir unser zweites Auto günstig kaufen und später für mehr verkaufen. (Das war allerdings nur möglich, weil wir das Auto bei jemandem stehen lassen konnten, der sich dann um den Verkauf gekümmert hat, als wieder mehr Backpacker in Christchurch waren.)
Ich glaub, wenn man Mitglied beim ADAC ist, hat man in NZ bei der einen Auto-Versicherung den Abschleppdienst im ersten halben Jahr gratis drin. Das kam uns einmal zugute.

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Unsere beiden Autos in NZ

Hinsichtlich des Auto-Kaufs oder Auto-Verkaufs wäre es also besser, kurz vor dem neuseeländischen Winter in Christchurch anzureisen um ein Auto zu kaufen und es dann später in Auckland zu verkaufen und dort wieder abzureisen.
Als ich in Australien war, hab ich mich auch entschieden, etwas mehr Geld auszugeben für ein nicht ganz so altes Auto, mit dem ich dann weniger Reparaturen hatte. Ich konnte es am Ende zwar nur für deutlich weniger verkaufen, aber das war es mir trotzdem Wert.

So… das es soll es für heute erst mal gewesen sein. 😉

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Work and Travel – Welcome back…


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Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich mal wieder Lust hier etwas zu schreiben. Warum? Wahrscheinlich weil ich gerade die Zeit dazu habe. 😉

Vor ca. 2 Jahren hatte ich mich dazu entschieden für eine Weile ins Ausland zu gehen. So ein Work-and-Travel-Jahr wollte ich eigentlich schon nach der Schule machen, hab mich dann aber doch irgendwie nie getraut. 2014 ist dann ein damaliger Kollege nach Australien gegangen und da dachte ich, irgendwann könnte ich bereuen, dass ich diesen Trip nie gemacht habe. Also hab ich einen Flug zum anderen Ende der Welt gebucht. Ich bin dann etwas länger weg geblieben als ursprünglich geplant. Aber es war eine super Zeit und ich habe viele neue Erfahrungen gesammelt und interessante Leute kennengelernt. Ich war etwa 10 Monate zusammen mit meinem Bruder in Neuseeland. Da ich danach noch nicht zurück wollte, hab ich dann beschlossen noch ein paar Monate nach Australien zu gehen. Mein Bruder ist wieder zurück nach Deutschland und ich hab nochmal 8 Monate im Land der Kängurus verbracht. Anfang diesen Jahres dachte ich dann, dass es langsam an der Zeit ist wieder zurückzukehren. Deshalb gab es nur noch einen kurzen Abstecher nach Bali und Thailand und dann ging es endlich wieder zurück nach Deutschland.

Als ich noch unterwegs war, hatte ich etwas Angst, dass es mir nach der Rückkehr schwer fallen wird mich hier wieder einzuleben. Sowas hört man ja von einigen Travellern. Einige wollen gleich wieder zurück oder weiter ins nächste Ausland. Bei mir ist das zum Glück noch nicht der Fall. Natürlich möchte ich noch viele andere Länder bereisen. Wenn man erst mal angefangen hat und von anderen Leuten Geschichten über andere Orte hört, bekommt man oft Lust dort auch demnächst hinzufliegen. Aber ich bin auch froh wieder hier zu sein und Freunde & Familie wiederzusehen. Dieser lange Trip war eine super Erfahrung, aber jetzt will ich erst mal wieder einen festen Job haben. Da ich den bis jetzt noch nicht gefunden habe, habe ich mir mal die Zeit genommen, hier wieder zu schreiben. Ich hätte gern auch einen Reiseblog unterwegs gehabt, aber der Laptop blieb leider Zuhause. Vielleicht werde ich also demnächst ein paar Bilder von der Reise hier posten.

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