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Musical „Hinterm Horizont“



Vor ein paar Tagen war ich mit meinen Eltern im Musical „Hinterm Horizont“. Dies ist ein Musical mit den Songs von Udo Lindenberg, welches seit Januar am Potsdamer Platz in Berlin gespielt wird. Da mein Vater ein großer Udo Lindenberg-Fan ist, wollte meine Mutter ihn mit den Karten zu Weihnachten überraschen. Und weil meine Eltern wissen, dass ich auch gern in Musicals gehe, wurde für mich später auch noch eine Karte bestellt. Erst war ich etwas skeptisch, ob mir das Musical gefallen würde. Immerhin war ich schon ziemlich genervt, wenn mein Vater dauernd Udos Musik hört. Außerdem musste ich ja in einer anderen Reihe als meine Eltern sitzen, weil meine Karte erst später bestellt wurde. Aber dann habe ich mich doch gefreut, dass ich mitgehen konnte.


In dem Stück geht es um Udo und sein „Mädchen aus Ost-Berlin“. Das heißt, es geht auch um die Geschichte der Mauer. Am Anfang wurden Bilder von der Mauer gezeigt und der berühmte Spruch  von Walter Ulbricht „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!“. Dann konnte man hinter dieser Video-Leinwand einen riesigen Udo-Lindenberg-Hut erkennen. Auf dem Hut stand ein verkleideter Udo und sang den ersten Udo-Song „Mädchen aus Ost-Berlin“ (die Leinwand wurde davor natürlich noch hochgezogen). Als wir da waren, war übrigens Michael Eisenburger der Udo-Darsteller.
Danach begann die eigentliche Geschichte. Eine Journalistin macht sich auf die Suche nach dem „Mädchen aus Ost-Berlin“. Jessy, das „Mädchen“, erzählt dann wie es zur Begegnung mit Udo kam. Zwischen Udo und Jessy (gespielt von Josephin Busch) entwickelte sich eine Liebesbeziehung, bei der nicht nur die Mauer sondern auch die Stasi dazwischenfunkt.


Die Geschichte ist aber mit viel Witz und natürlich mit viel Panikrock ausgestattet. Die DDR bekommt dabei zwar ganz schön ihr Fett weg, aber das Ganze ist ja mit Humor zu nehmen. ^^


Das Musical fand ich sehr schön und es ist auf jeden Fall auch was für Leute, die keine Fans von Udo Lindenberg sind. 😉 Besonders gefallen hat mir auch, dass „Udo“ nach dem Fall der Mauer sagt, dass wir jetzt nur noch die Mauern in unseren Köpfen zerstören müssen. Denn leider gibt es auch in der heutigen Jugend immer noch dieses Ost-West-Denken. Ich persönlich hätte eigentlich gedacht, dass die „Mauern“ bei meiner Generation nicht mehr existieren, aber so schnell werden diese wohl nicht verschwinden. Mir wurde z.B. gesagt, dass „Wessis“ nicht im Osten studieren wollen. Berlin geht wohl gerade noch so, aber die anderen ostdeutschen Städte kommen nicht so unbedingt in Betracht. Das hätte ich nicht gedacht. Ich hoffe auch, dass wir Deutschen es irgendwann schaffen, die Mauern in unseren Köpfen endgültig zu beseitigen!


Ich finde es auch cool, dass das Publikum am Ende im gleichen Takt klatscht, um die Darsteller nochmal auf die Bühne zu locken. Aber das ist wohl ein Phänomen, was es auch bei anderen Veranstaltungen gibt. Am Ende gab es leider nur eine Zugabe (ich hab gehofft, dass es noch ne zweite gibt ^^) und dann konnte man auf der Leinwand lesen: „Keine Panik!“. 😀

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